Wo brennt's den Gentlemen ? PDF Drucken E-Mail
Wo brennt's den Gentlemen ?

 

Der Service war schlecht

und der Hotelboy kam dauernd im falschen Moment

mit Handtüchern an.

Besoffen wie ich war, hab ich im schließlich

eins über den Schädel gegeben.

Er war ein kleines Bürschen und er fiel wie ein Blatt im Oktober,

echt bedient;

und als die Polente raufkam

hatte ich das Sofa an der Tür

und die Kette vor,

ließ den 2. Satz aus der Ersten Symphonie von Brahms laufen

und hatte meine Hand bis zur Hälfte im Arsch von einem Weib

das alt genug war um meine Großmutter zu sein;

und sie schlugen die Tür ein,

schoben das Sofa weg,

das Flittchen kreischte, ich langte ihr eine,

drehte mich um und fragte:

Wo brennt's den Gentlemen ?

und so ein junger Kerl, der sich noch nie rasiert hatte,

schlug mir seinen Knüppel über den Kopf

und am nächsten Morgen lag ich im Krankenrevier vom Knast

am mein Bett gekettet

und es war heiß,

der Schweiß sickerte durch das weiße

sinnlose Leintuch,

und sie stellten mir allerhand blöde Fragen,

und ich wußte ich würde zu spät zur Arbeit kommen;

was mir irsinniges Kopfzerbrechen bereitete.

 
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